Dienstag, 24. Februar 2009

Der letzte Tag einer langen Reise

Hallo alle miteinander...

wieder sind einige Tage seit meinem letzten Eintrag vergangen. Kurz vor dem Antritt unserer Heimreise moechte ich euch noch berichten, was wir in den letzten Tagen alles erleben durften.
Von Kambodscha sind wir direkt nach Kuala Lumpur, Malaysia geflogen. Direkt nach unserem Flug gings mit der Hochbahn durch die Stadt zum Busbahnhof. Von dort sind wir 3 Stunden nach Jerantut (weiter im Norden von Kuala Lumpur) in Richtung Dschungel gefahren. Angekommen in Jerantut haben wir erstmal beim Inder einen unserer zahlreich geliebten Eiskaffees getrunken und uns ein Hostel gesucht. Da wir nur eine Nacht in Jerantut bleiben wollten, haben wir auch das erstbeste Hostel genommen. Leider mussten wir in der Nacht feststellen, dass die Betten mit Bettwanzen uebersaeht waren. Susi hat der an der Rezeption geschlafen :(


Am naechsten Morgen ging dann unser Bus zur Bootsanlegestelle, von der wir dann mit dem Boot ca. 3 Stunden auf dem Fluss durch den Dschungel geschippert sind. War echt schoen. Wir konnten viele Voegel sehen und vor allem die leuchtend Blauen (wenn wir nur den Namen wüssten) gefielen mir am besten.

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Als wir dann mit dem Boot im kleinen Dorf, mitten im Dschungel angelegt haben, gings wieder auf Hostelsuche. Danach haben wir auf einen der schwimmenden Restaurants "abgehangen" und Suzie aus Sydney getroffen. Sie hat uns gefragt, ob wir mit ihr gemeinsam eine Dschungeltour machen wollen und somit gings am naechsten Tag zu fuenft (haben zum Glueck noch ein paar männliche Begleiter gefunden) auf in den Dschungel.

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Zuerst gings mit dem Boot flussaufwaerts und dann 2km in den Dschungel zu unserem Hochstand, auf welchem wir genaechtigt haben. Zwischendurch haben wir in einem kleinen Dorf gehalten, in welchem ein Volk, ca. 15 Leute namens Batak lebt. Ihre Haare ganz struppelig und Kleidung wird kaum getragen. Gegessen werden Affen und Insekten :) Feuer wird noch wie frueher gemacht... Danach gings mit dem Boot weiter und dann direkt in den Dschungel.

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Es war einfach nur toll. Wir haben die ganze Nacht auf diesem Hochstand gesessen und versucht Tiere zu beobachten. Als es immer dunkler wurde, hatte ich schon ein komisches Gefuehl im Bauch, aber die Geraeusche, die aus dem Dschungel kamen, waren einfach nur "hammer". Noch nie hab ich solch ein verruecktes Jaulen, Kreischen und Pfeifen gehoert. Die Tiere klingen wie grosse Monster und sind bestimmt gerade mal 20cm gross :)) Natuerlich haben wir auch versucht zu schlafen (natuerlich unterm Moskitonetz) Naja ich sag mal, ich habs tapfer versucht :) Manchmal hatten wir ich glaube mehr Tiere in unserer Huette, als wie im Dschungel. Aber ich hatte das riesen Glueck und konnte eine Wildkatze sehen. Da es schon dunkel war, wissen wir bis heute nicht genau was es war. Meiner Meinung nach koennte es auch ein Puma gewesen sein, die es hier durchaus noch gibt. Wahnsinn!

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Am naechsten Morgen gings dann 11 km zu Fuß durch den Dschungel zurueck ins Hostel. Man haben wir geschwitzt. Es war einfach zu schwuuueeeel. Ueber Stock und Stein, durch einen Fluss und vorbei an Riesenbaeumen war es eine sehr tolle Strecke. Ich hab noch nie so grosse Leaguane in freier Natur gesehen. Der Dschungel hat mir sehr gut gefallen!

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Unser Dschungelteam :)

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Danach sind wir mit dem Zug weiter in den Norden gefahren. Wieder durch den Dschungel. Der Zug war interessant, denn so viele Kakerlaken hab ich vorher noch nie in einem Abteil gesehen. Wir mussten unser Gepaeck regelrecht vor denen schuetzen. Angekommen in Kotha Bahru haben wir in einem Hostel eingecheckt und sind auf den Nachtmarkt. Am naechsten Morgen gings dann per Taxi, da leider unser Bus schon weg war, zur Bootsanlegestelle nach Kuala Besut. Von dort ging es dann mit dem Speedboot, (kurzzeitig dachte ich an eine neue Wirbelsaeule) auf die Insel Perhentian.

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Die Insel ist ein Traum.

Wir haben in den letzten 5 Tage einfach nochmal am Strand abgehangen und nix gemacht :))) . Fast wie auf Gili Islands gabs klaaaares Wasser, weissen Strand und eine coole Huette zum Schlafen. Wir haben uns eine Huette mit Fraenck aus Frankreich geteilt. Neben einer echt schoenen Beachparty mit Reggaemusik und Dancing gabs Volleyball, kurzes Trekken, Joggen und einfach nur RELAXEN.


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Soooo... und wie es aussieht, werden wir in ca. 50 Stunden zu Hause sein. Sechs Monate reisen mit wunderbaren Erlebnissen gehen zu Ende. Ich bin noch hin und her gerissen und werde mit gemischten Gefuehlen nach Hause fahren. Es war schoen, einfach sechs Monate keine Verpflichtungen zu haben, hingehen zu koennen, wo man, wann man und wie man will. Wir hatten mit der Susi viel Spass, haben interessante Menschen kennenlernen duerfen und tolle Plaetze in der Welt gesehen. Ich bin froh diese Reise gemacht zu haben und kann sowas nur jedem weiterempfehlen. Ich bin gespannt, wie es in meinen eigenen vier Waenden werden wird... Aber ich freu mich auch riesig auf Rene, meine Familie und Freunde und Leo :)) Ich werde die Susi mit Sicherheit vermissen, aber Chemnitz ist ja zum Glueck nicht so weit :))


Ich wuerde sagen: "bis spaeter" und wir sehen uns in der Scheune in Hoecka.

Freu mich wie verreuckt!

Eure Nicole

Freitag, 13. Februar 2009

Siem Riep

Wieder ein paar Eindruecke, diesmal von Kambodscha


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Nach einer schoenen Nacht in einem schoenem Hostel :) Gings mit dem Bus 5 Stunden nach BATTAMBANG, weiter in den Westen.
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Dort angekommen, hat unser netter TUK-TUK-Fahrer gefragt, ob wir noch am selben Abend mit dem "Bamboo-Train" fahren wollen. Wir sagten einfach ja und ab gings. Zunaechst hat er uns die schoene Umgebung von Battambang gezeigt - Reisfelder, Fluesse, Doerfer und eine Werkstatt, in welcher "Messer" hergestellt werden. Zwischendurch haben wir noch einen Stop bei einer Familie gemacht, die gerade die Milchfruechte vom Baum geholt haben. Familien haben hier bis zu neun Kinder, das ist normal. Viele Kinder sprechen jedoch Englisch und wollen sich gern mit einem unterhalten. Die Leute hier sind wieder so freundlich und die Kinder neugierig und suess. Leider wird das Englisch, was sie gut beherrschen auch oft fuer den Verkauf benutzt "Do you want to buy one, only 1 Dollar"
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Danach gings dann zum Zug. Ihr muesst euch das Ganze so vorstellen: Damals, waehrend des Khmer Rouge Regime, wurde die Zugstecke auch von den Einheimischen als Transportstrecke verwendet. Sie bauten sich ihre eigenen kleinen Wagen, welche einfach auf die Schienen aufgesteckt wurden und bis heute noch von Dorf zu Dorf fahren. Als Tourist kann man gegen einen kleinen Aufpreis einfach mitfahren. Also rauf auf die Schienen, Motor dran und ab durch die Pampa!
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Trotzdessen, dass wir oft gedacht haben wir stuerzen mit dem gesamten Wagen von den Schienen, war es sehr lustig. Unsere drei "Zugfuehrer" mussten den Wagen auch insgesamt drei mal von den Schienen hiefen, da wir Gegenverkehr hatten :)
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Am Abend zurueck in der Stadt gings kaputt ins Bett. Am naechsten Tag haben wir erstmal in der kleinen Stadt verzweifelt ein Cafe fuers Fruehstueck gesucht. Danach sind wir durch die Stadt gelaufen und am Abend zum Aerobic im Park. In Battambang treffen sich jeden Abend ab 17:30 Uhr zahlreiche Einwohner der Stadt zum Aerobic. Der Takt der Musik stimmte zwar nicht immer mit dem Takt des Lehrers ueberein, aber irgendwie hat trotzdem jeder die gleichen Schritte gemacht :) Wir mussten einfach mitmachen... hatten Spass und am naechsten Tag einen schönen Muskelkater :)
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Den letzten Tag haben wir noch einen Ausflug in die umliegenden Tempel gemacht und uns die Herstellung des "Reisteiges" fuer Fruehlingsrollen angeschaut. Eine Familie stellt pro Tag bis zu 300 solche kleinen runden Teller her und fuer 100 Stueck bekommen sie 1 Dollar. Es ist ueberhaupt wieder Wahnsinn, was die Menschen hier verdienen. Ein Koch 300 Dollar im Monat, was ziemlich gut ist und ein Tuk-Tuk-Fahrer vielleicht 150 Dollar, wenns hoch kommt. Viele Tuk Tuk Fahrer verdienen fuer ihre Familien, welche in den Feldern leben, mit.

Nach Battambang gings mit dem Boot nach SIEM RIEP, in den Nordwesten Kambodschas und der Stadt nahe am Tempel Angkor Wat. Die Bootsfahrt war wieder schoen und teilweise erschreckend, d.h. wir haben wieder sooo viele Familien gesehen, die teilweise nur in riesengrossen Plastiktueten schlafen, kein Haus, keine Sachen fuer die Kinder haben und das Wasser wieder fuer ALLES verwenden.
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In Siem Riep sind wir mit SALT, unserem wieder echt netten Tuk Tuk Fahrer am zweiten Tag nach Angkor Wat gefahren. Er schlug vor, dass wir uns zunaechst den Sonnenuntergang anschauen und am Tag danach den Rest des Tempels, da das Tagesticket fuer beides gilt. Gesagt, getan. Angkor Wat ist WAHNSINN. Was hier erstellt wurde, mit der Hand, ueber 37 Jahre lang... wahnsinn.
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Sonnenuntergang


Der Tempel Angkor Wat beleuchtet

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Am naechsten Morgen sind wir 5 Uhr zum Sonnenaufgang gestartet. Haben uns zich Tempel angesehen und unter anderem auch den, in welchem TOMB RAIDER gedreht wurde
(rechts im Bild) :)
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Ich weiss gar nicht wie ich Angkor Wat beschreiben soll... daher lass ich Bilder sprechen.


Jeden Tag stroemen tausende von Touristen in den weltweit groessten Tempel und verbringen bis zu 3 Tage hier.
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Obwohl wir 4:30 Uhr aufgestanden sind, haben wir unseren Tuk Tuk Fahrer Salt zum Abend auf ein Bier eingeladen, waren mit ein paar Freunden in einer Bar und danach in einer echt einheimischen Disko (war sehhrrr lustig).
Siem Riep gefaellt uns...Liebe Gruesse